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Eingereicht von Taramis am 8.06.21 13:00
Inklusion in Kultur und Touristik
Beschreibung

Fulda bemüht sich zu Recht um mehr Inklusion, doch ist in vielen Bereichen noch viel Luft nach oben.

 

Insbesondere im Bereich Kultur und Touristik ist eine inklusive Überarbeitung und ein neues Selbstverständnis erforderlich: 

Unsere Museen und Sehenswürdigkeiten werden zumeist als behindertengerecht ausgewiesen, doch wird auf den zweiten Blick klar, dass es hier allenfalls um Rollstuhlfahrer geht. (Und auch dies muss teilweise in Frage gestellt werden, da Rollstuhlfahrern oder Gehbehinderten aufgrund des Kopfsteinpflasters oder Umwege über Aufzüge schlicht weniger Zeit bei einer Führung bleibt. Wer zu langsam ist, bleibt dann doch auf der Strecke und sieht weniger.) Ganz aus dem Raster fallen Menschen mit sonstigen Einschränkungen.

 

Fulda könnte hier eine Vorreiterrolle übernehmen und sollte sich der Herausforderung stellen, Führungen und Kulturangebote z.B. auch Gehörlosen, Blinden etc. anzubieten und zwar in angemessener und angepasster Form. Ich war begeistert von einer Fremdenführerin zu hören, die eine Blindengruppe den Fuldaer Dom und den Dahliengarten hat erfühlen und erschnuppern lassen. Genauso könnten Übersetzer für Gebärdensprache eingesetzt werden. Ähnliches gilt bei kulturellen Veranstaltungen.

 

Bei diesem Thema sollte sich auch nicht hinter der Aussage versteckt werden, dass solche Angebote selten angefragt werden. Manchmal bestimmt das Angebot die Nachfrage. 

Außerdem spräche es für das Selbstverständnis des Stadt, was echte Inklusionsarbeit und -Ideen angeht.

5 Kommentare

Pepponi
17.06.21 21:19

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Inklusion in Fulda kann nur dann stattfinden, wenn das Kopfsteinpflaster in der Innenstadt entfernt wird. Was nuetzen Behinderten alle moeglichen Programme, wenn man sie nur schwerlichst erreichen kann. Bitte auch nicht vergessen, das sehr viele Geschaefte, Restaurants, Cafes und Bars fuer Behinderte kaum oder gar nicht zu erreichen sind. Erst dann (!) kann man anfangen Tourismus fuer Behinderte zu bewerben. 

Die religioesen Belange sollte man auf jeden Fall weglassen! 

Pepponi 17.06. 21:19

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Inklusion in Fulda kann nur dann stattfinden, wenn das Kopfsteinpflaster in der Innenstadt entfernt wird. Was nuetzen Behinderten alle moeglichen Programme, wenn man sie nur schwerlichst erreichen kann. Bitte auch nicht vergessen, das sehr viele Geschaefte, Restaurants, Cafes und Bars fuer Behinderte kaum oder gar nicht zu erreichen sind. Erst dann (!) kann man anfangen Tourismus fuer Behinderte zu bewerben. 

Die religioesen Belange sollte man auf jeden Fall weglassen! 

Raumfalte
16.06.21 23:35

Es gibt einige Vorschläge, die alle in die Richtung tendieren, an deren Ende die Nische für Fulda als eine Touristenstadt für Behinderte steht. Das könnte sogar funktionieren, wenn die Infrastruktur inkl. Tourismusbetrieb darauf eingestellt sind. Es gibt weltweit zahllose Behinderte oder Familien mit Behinderten, die sich einen schönen Urlaub leisten können und gerne bereit sind, für Qualität gutes Geld auszugeben. Warum nicht in Fulda? Bislang ist mir kein Ort bekannt, der sich darauf spezialisiert hätte. Die spezifische Nische wäre dabei katholische Behinderte, das würde zum sonstigen Profil der Stadt passen. Bedingung wäre allerdings, dass ein Programm aufgebaut werden kann, das mehr als nur Tagestourismus umfasst. Behinderte reisen langsam und benötigen daher ein umfangreiches Programm vor Ort. Kann Fulda das leisten?

Raumfalte 16.06. 23:35

Es gibt einige Vorschläge, die alle in die Richtung tendieren, an deren Ende die Nische für Fulda als eine Touristenstadt für Behinderte steht. Das könnte sogar funktionieren, wenn die Infrastruktur inkl. Tourismusbetrieb darauf eingestellt sind. Es gibt weltweit zahllose Behinderte oder Familien mit Behinderten, die sich einen schönen Urlaub leisten können und gerne bereit sind, für Qualität gutes Geld auszugeben. Warum nicht in Fulda? Bislang ist mir kein Ort bekannt, der sich darauf spezialisiert hätte. Die spezifische Nische wäre dabei katholische Behinderte, das würde zum sonstigen Profil der Stadt passen. Bedingung wäre allerdings, dass ein Programm aufgebaut werden kann, das mehr als nur Tagestourismus umfasst. Behinderte reisen langsam und benötigen daher ein umfangreiches Programm vor Ort. Kann Fulda das leisten?

Beirat d. M. m. Behinderungen
12.06.21 23:14

Dieser Vorschlag stößt bei unseren Mitgliedern auf großes Interesse. Zudem kann für solche Angebote auch gezielt in Fulda z. B. bei Selbsthilfegruppen und Einrichtungen geworben werden.

Wichtig ist vor allen auch das man diese “Möglichkeiten” dann auch im Internet und in touristischen Flyern “sichtbar” macht. 

Es gibt Städte wie Freudenstadt im Schwarzwald" die ein kostenloses Info-Heft zum Thema barrierefreier Tourismus haben. darin finden sich alle möglichen Angebote von Übernachtungsmöglichkeiten über Freizeiteinrichtungen, Selbsthilfegruppen, Spielplätze, bis zu Museen u. v. m. Alles ist mit einheitlichen Symbolen gekennzeichnet für welche Gruppe von Menschen mit Behinderungen es geeignet ist. Bei allen Orten wird z. B. angegeben ob der Ort für Rollstuhlfahrer barrierefrei zu erreichen ist und ob ein Behindertenparkplatz in der Nähe ist. Schaut man auf das Bild der am Projekt beteiligten, stellt man fest das dort in der Touristeninfo ein Mensch im Rollstuhl arbeitet. Ein schönes Beispiel dafür das Menschen mit Behinderungen einen besonderen Mehrwert mitbringen können und dann vielleicht ein solches Heft initiieren.

 

Beirat d. M. m. Behinderungen 12.06. 23:14

Dieser Vorschlag stößt bei unseren Mitgliedern auf großes Interesse. Zudem kann für solche Angebote auch gezielt in Fulda z. B. bei Selbsthilfegruppen und Einrichtungen geworben werden.

Wichtig ist vor allen auch das man diese “Möglichkeiten” dann auch im Internet und in touristischen Flyern “sichtbar” macht. 

Es gibt Städte wie Freudenstadt im Schwarzwald" die ein kostenloses Info-Heft zum Thema barrierefreier Tourismus haben. darin finden sich alle möglichen Angebote von Übernachtungsmöglichkeiten über Freizeiteinrichtungen, Selbsthilfegruppen, Spielplätze, bis zu Museen u. v. m. Alles ist mit einheitlichen Symbolen gekennzeichnet für welche Gruppe von Menschen mit Behinderungen es geeignet ist. Bei allen Orten wird z. B. angegeben ob der Ort für Rollstuhlfahrer barrierefrei zu erreichen ist und ob ein Behindertenparkplatz in der Nähe ist. Schaut man auf das Bild der am Projekt beteiligten, stellt man fest das dort in der Touristeninfo ein Mensch im Rollstuhl arbeitet. Ein schönes Beispiel dafür das Menschen mit Behinderungen einen besonderen Mehrwert mitbringen können und dann vielleicht ein solches Heft initiieren.

 



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Details (Konzept)
Problem

Welches konkrete Problem löst diese Idee?

Verbesserung der Inklusion
Personengruppen

Welche Personengruppen haben einen Nutzen durch diese Idee?

Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen und deren Angehörige
Beteiligte

Wer muss sich an der Umsetzung der Idee beteiligen, damit sie ein Erfolg wird?

Veranstalter und Tourismusbüro, Behindertenrat
Umsetzung

Wie stellen Sie sich die Umsetzung vor? Was sind die nächsten Schritte?

Erarbeitung behindertengerechter Führungen und Ausstellungen in den Museen, Kooperation mit Behinderteneinrichtungen