menu
search
Eingereicht von Raumfalte am 15.06.21 18:05
Das Beseitigen von Schmierereien im öffentlichen Raum
Beschreibung

Es ist furchtbar, wie auch in Fulda immer mehr Stellen mit Schmierereien verschandelt werden. Betonflächen, Stromkästen, größere Hauswände etc. Überall meinen irgendwelche Halbstarke, ihre Fingerabdrücke hinterlassen zu müssen.

 

Die Stadt sollte solche Flächen identifizieren und nach Möglichkeit mit einigen baulichen Maßnahmen dagegen vorgehen. Beispielsweise mit Gitterwänden davor, an denen dann Rankenpflanzen hochwachsen können. Auch Stromkästen könnten mit entsprechender Bepflanzung vom Beschmieren geschützt werden.

 

Alternativ gibt es spezielle Lacke, die verhindern, dass Farben daran haften. Neben öffentlichen Gebäuden sollte auch privaten Eigentümern von notorisch verschmierten Wänden zum Kostenpreis angeboten werden, eine solche Lackschicht anzubringen.

 

Wo das alles nicht geht undnach dem Saubermachen wiederholt neue Schmierereien gefunden werden, ist eine Videoüberwachung angezeigt, um die Täter ausfindig machen zu können. Eine saftige Strafgebühr und der Zwang, ein Jahr lang die verschmierten Stellen säubern zu müssen, wäre als Strafe angemessen.

 

Als Abhilfe würde sich evtl auch anbieten, den “Künstlern” eigene Flächen zur Verfügung zu stellen. Etwa Unterführungen, die kaum einsehbar sind, oder die Rückwand irgendwelcher Gewerbeobjekte. (Wobei ich befürchte, dass die Täter weniger auf den künstlerischen Aspekt des Graffiti aus sind, sondern einfach nur randalieren wollen.)

 

Die überall vorhandenen und immer mehr werdenden Schmierereien jedenfalls sind stark abträglich für das Lebensgefühl in der Stadt. Man kommt sich vor wie in Berlin oder einem anderen dieser kaputten Shitholes.

 

Beispiel: Gerloser Weg Ecke Bonyeburgstraße (sogar die Scheiben sind vollgesprüht):

 

 

Beispiel: Kreuzung Schlitzerstraße Wienerstraße:

 

Beispiel: Elisabethenstraße Ecke Lichtweg:

 

 

Fazit: Ein interessantes Graffiti unter 20 Schmierereien rechtfertigt nicht die Verwahrlosung des öffentlichen Raumes. 

14 Kommentare

Taramis
18.06.21 11:11

Es gab doch auch in Fulda schon mal die “Legale Wand” am Beginn der heutigen Esperantostraße. Den künstlerisch Orientierten dürfte das sicherlich gefallen. Ich bin aber auch überzeugt, dass es gerade bei sog. Tags um etwas anderes als Ästhetik und künstlerischen Ausdruck geht. 

 

Unterm Strich werden wir es als Gesellschaft aber wohl zu ertragen haben, dass wir unterschiedlich sind und manche die normierten Grenzen übertreten. Hierauf sollte aber nicht gleich ein Ruf nach Überwachung und Kontrolle folgen. Ich bin sehr sicher, dass jede/r schon mal Freiheiten genommen hat, die so eigentlich nicht gegeben waren. Auch muss man schauen, ob es hier um dir Rückseite eines alten, verlassenen Gebäudes geht, um dass sich der nominelle Eigentürmer selbst nicht kümmert (was in meinen Augen nicht weniger falsch ist) oder ob Denkmäler oder Kulturschätze beschmutzt oder gar zerstört werden. 

 

Vielleicht sollte man mal den Kontakt zur “Szene” suchen und schauen, was dort gefragt ist. Der ein oder andere Streetworker wird doch sicherlich ein paar gute Ansätze haben. Und vielleicht haben wir irgendwann eine schöne und bunte Mauer an der Schlossgarten-Allee und dafür dürfen Flora, Dom und Königsdenkmal “unverziert” bleiben.

Taramis 18.06. 11:11

Es gab doch auch in Fulda schon mal die “Legale Wand” am Beginn der heutigen Esperantostraße. Den künstlerisch Orientierten dürfte das sicherlich gefallen. Ich bin aber auch überzeugt, dass es gerade bei sog. Tags um etwas anderes als Ästhetik und künstlerischen Ausdruck geht. 

 

Unterm Strich werden wir es als Gesellschaft aber wohl zu ertragen haben, dass wir unterschiedlich sind und manche die normierten Grenzen übertreten. Hierauf sollte aber nicht gleich ein Ruf nach Überwachung und Kontrolle folgen. Ich bin sehr sicher, dass jede/r schon mal Freiheiten genommen hat, die so eigentlich nicht gegeben waren. Auch muss man schauen, ob es hier um dir Rückseite eines alten, verlassenen Gebäudes geht, um dass sich der nominelle Eigentürmer selbst nicht kümmert (was in meinen Augen nicht weniger falsch ist) oder ob Denkmäler oder Kulturschätze beschmutzt oder gar zerstört werden. 

 

Vielleicht sollte man mal den Kontakt zur “Szene” suchen und schauen, was dort gefragt ist. Der ein oder andere Streetworker wird doch sicherlich ein paar gute Ansätze haben. Und vielleicht haben wir irgendwann eine schöne und bunte Mauer an der Schlossgarten-Allee und dafür dürfen Flora, Dom und Königsdenkmal “unverziert” bleiben.

Raumfalte
18.06.21 12:23

Ich stimme zu, wobei ich der Ansicht bin, dass mit einfachen (=kostengünstigen) baulichen Maßnahmen 90% der üblichen verdächtigen Stellen dauerhaft davon frei gehalten werden könnten. An anderen Stellen - etwa der Fahrradweg zwischen Bahngleisen und Papierfabrik - stört es nicht, da es kaum einsehbar ist. Dort ist mehr genug Platz für Sprühdosenexperimente.

Raumfalte 18.06. 12:23

Ich stimme zu, wobei ich der Ansicht bin, dass mit einfachen (=kostengünstigen) baulichen Maßnahmen 90% der üblichen verdächtigen Stellen dauerhaft davon frei gehalten werden könnten. An anderen Stellen - etwa der Fahrradweg zwischen Bahngleisen und Papierfabrik - stört es nicht, da es kaum einsehbar ist. Dort ist mehr genug Platz für Sprühdosenexperimente.

M Traut
17.06.21 10:36

Vielleicht sollten wir Bürger auch mehr auf diejenigen zugehen, die Wände beschmieren, Aufkleber anbringen, Kaugummis und Zigarretten wegwerfen - evt könnte das Ordnungsamt aber auch mal einen Schwerpunktmonat STadtsauberkeit ausloben mit vermehrten Hinweisen über die MEdien und größerer Präsenz der Stadtpolizei durchaus auch mit dem Verhängen der entsrpechenden Ordnungsgelder

 

M Traut 17.06. 10:36

Vielleicht sollten wir Bürger auch mehr auf diejenigen zugehen, die Wände beschmieren, Aufkleber anbringen, Kaugummis und Zigarretten wegwerfen - evt könnte das Ordnungsamt aber auch mal einen Schwerpunktmonat STadtsauberkeit ausloben mit vermehrten Hinweisen über die MEdien und größerer Präsenz der Stadtpolizei durchaus auch mit dem Verhängen der entsrpechenden Ordnungsgelder

 

Wallee
15.06.21 22:13

Deshalb “Kameraüberwachungen” zu fordern, halte ich auch für völlig überzogen. Das sind die Schattenseiten einer Demokratie, auch wenn die ‘Schmierereien’ oft ärgerlich sind, manche sind aber auch schön und interessant! Vielleicht sollte man wirklich den Sprayern beispielsweise die Stromkästen und andere geeignete Flächen zur Verfügung stellen, diese künstlerisch und ohne Zeitdruck ;) zu gestalten. Könnte man auch als Wettbewerb ausschreiben oder als Schulprojekte anbieten. 

Wallee 15.06. 22:13

Deshalb “Kameraüberwachungen” zu fordern, halte ich auch für völlig überzogen. Das sind die Schattenseiten einer Demokratie, auch wenn die ‘Schmierereien’ oft ärgerlich sind, manche sind aber auch schön und interessant! Vielleicht sollte man wirklich den Sprayern beispielsweise die Stromkästen und andere geeignete Flächen zur Verfügung stellen, diese künstlerisch und ohne Zeitdruck ;) zu gestalten. Könnte man auch als Wettbewerb ausschreiben oder als Schulprojekte anbieten. 

Raumfalte
16.06.21 22:48

Nein, ich bin anderer Meinung. Es ist mit Sicherheit kein inhärenter Teil von Demokratie, eher einer der jeweiligen Mentalität. Niemand hat das Recht, anderer Leute Eigentum zu beschmieren. So etwas wäre eine Tyrannei. 

 

Natürlich wäre eine Kameraüberwachung nur im äußersten Fall das Wahl der Mittel. In den meisten Fällen würde eine einmalige Maßnahme am Objekt genügen, in anderen einfach nur das Entfernen, da die wenigsten Mitmenschen in dieser Weise ihren persönlichen Problemen Ausdruck verleihen.

 

Es gibt eine klar sichtbare Linie zwischen Kunst und Schmiererei. Ich bin gut gemachten Graffiti nicht abgeneigt, aber es sollte nicht wie hingerotzt aussehen und auch im Rahmen bleiben. Den Vorschlag mit gesonderten Flächen unterstütze ich.

Raumfalte 16.06. 22:48

Nein, ich bin anderer Meinung. Es ist mit Sicherheit kein inhärenter Teil von Demokratie, eher einer der jeweiligen Mentalität. Niemand hat das Recht, anderer Leute Eigentum zu beschmieren. So etwas wäre eine Tyrannei. 

 

Natürlich wäre eine Kameraüberwachung nur im äußersten Fall das Wahl der Mittel. In den meisten Fällen würde eine einmalige Maßnahme am Objekt genügen, in anderen einfach nur das Entfernen, da die wenigsten Mitmenschen in dieser Weise ihren persönlichen Problemen Ausdruck verleihen.

 

Es gibt eine klar sichtbare Linie zwischen Kunst und Schmiererei. Ich bin gut gemachten Graffiti nicht abgeneigt, aber es sollte nicht wie hingerotzt aussehen und auch im Rahmen bleiben. Den Vorschlag mit gesonderten Flächen unterstütze ich.

zeige 3 Antworten von Roroka und Raumfalte


zeige alle 14 Kommentare von Raumfalte, Roroka, Wallee, Taramis, M Traut und weiteren
add
Details (Konzept)
Problem

Welches konkrete Problem löst diese Idee?

Das Gefühl, in einem heruntergekommenen Müllhaufen zu leben.
Personengruppen

Welche Personengruppen haben einen Nutzen durch diese Idee?

Jeder mit Sinn für Ästhetik
Beteiligte

Wer muss sich an der Umsetzung der Idee beteiligen, damit sie ein Erfolg wird?

Der Zuständige der Stadt für die öffentliche Infrastruktur und deren Instandhaltung.
Umsetzung

Wie stellen Sie sich die Umsetzung vor? Was sind die nächsten Schritte?

Identifizierung aller relevanter verschmierter Stellen; Auwahl der Mittel, mit denen sich künftige Schmierereien verhindern lassen; Saubermachen & die jew. Lösung anwenden